emotion elevator

Emotionaler Austausch

im öffentlichen Raum

Emotion Elevator ist ein Projekt um öffentliche Räume wie Fahrstühle für minimale Kommunikation zwischen Passanten zu nutzen. Ausgehend von der simplen aber ungerichteten Kommunikation durch Schmierereien, wurde ein Medium geschaffen, das durch den
richtigen Grad an Freiheit und Restriktion den Aufzugfahrer zum Kommunizieren einlädt. Basierend auf einer Testreihe in verschiedenen Aufzügen wurde die Visualisierung und die Frageform entwickelt. Entstanden sind so 3 Produkte auf unterschiedlichen Medien.

abreissblock

1Um sich dem Thema zu nähern führten wir Tests in 7 Aufzügen der Stadt durch. Wegen der hohen Teilnahmequote von 11-44 pro Tag entschieden wir uns den erfolgreichsten Fragebogen des Tests zu finalisieren, und auf der Ausstellung zur Mitnahme anzubieten. Hier konnte jeder ein kostenloses Exemplar des Emotion Elevator-Formulars für den Aufzug im eigenen Wohnhaus ergattern, um auch dort minimale Kommunikation zwischen den Bewohnern zu ermöglichen.
Der Fragebogen bietet 6 verschiedene Stimmungen, von denen sich der Aufzugfahrende die individuell passendste aussucht. Die die Art und Weise in der sich der Aufzugfahrer einträgt ist nur durch das Medium Stift & Papier beschränkt (ankreuzen oder zeichnen).

stickerwand

2Aus dem Aufzug hinaus, in weitere öffentliche Räume; Das Konzept lässt sich überall dort hin übertragen, wo Menschen vorbei müssen und womöglich sogar warten müssen. Es entstand die auffälligere Stickerwand, deren minimale Interaktion im Vergleich zum Fragebogen noch stärker beschränkt und reduziert wurde. Seine Stimmung trägt man ein, indem man einen Sticker an den Ort in der Matrix klebt, der seiner Stimmung entspricht.
Die anonyme Punktewolke, die so entsteht, lässt ein abstraktes Bild über die Stimmung der Teilnehmergruppe entstehen. Der Matrix, liegt das Circumplex-Modell, ein gängiges Modell der Wahrnehmungspsychologie zu Grunde. Im diesem Modell wird die Stimmung in eine Grafik nach den Werten pleasant – unpleasant und activated – deactivated eingeordnet. Die Visualisierung der Stickerwand sieht eine feinere Untergliederung in 6 Abstufungen, den Fragebögen entsprechend vor.
3Diese Lösung ist komplett von der Bindung an einen Ort gelöst und funktioniert vor allem im digitalen Raum. Denn auch im alltäglichen Umgang mit dem Smartphone gibt es einen vergleichbaren „Aufzugsmoment“: der Lockscreen. Ein kurzer, nerviger aber nötiger Moment, der mehrmals täglich stattfindet und ebenso zur minimalen Kommunikation mit einem sozialen Raum genutzt werden könnte. Basierend auf der selben Matrix und Interaktion wie bei der Stickerwand, wird die, normalerweise sehr bedeutungslose Entsperren-Geste zum Eingabeelement für Emotionen. Gleichzeitig dient der Hintergrund des Lockscreens dazu einen schnellen Überblick über die Stimmung des sozialen Raumes zu bekommen.
iconPrototyp mit CSS3 und JavaScript
(Ideal in Chrome)
smileys
Semesterarbeit Minimal Communication
mit Qian Liu, im Kurs von Jens Wunderling
Hochschule Magdeburg-Stendal

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